"In
welcher Wirtschaft wollen wir leben?"
Die
Wirtschaft hat nur
die eine Aufgabe - die Menschen
mit dem zu versorgen, was diese an Bedarf haben!
Und dabei ist das einander Verstehen in der Zusammenarbeit von
Produzenten, Handel und Konsumenten unerlässlich. Das Denken
und Handeln nach betriebswirtschaftlichen Gesetzen braucht notwendig
die Erweiterung zum volkswirtschaftlichen Denken und Handeln. So kann
der Durchbruch vom Profitdenken zur Orientierung auf das geschafft
werden, was Menschen an Bedarf haben. Unternehmen sind weder
Einrichtungen zur Gewinnmaximierung noch sind sie zum Verkauf da; sie
bilden eine Gemeinschaft von Menschen, die miteinander für
andere etwas leisten.
Das entspräche dem Grundgesetz Artikel 14 (2), wo es
heißt:
„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle
der Allgemeinheit dienen."
Warum ist wohl in keiner Verfassung der modernen Demokratien das
Gewinnstreben Einzelner oder von Gruppen als Ziel genannt?
Die gewaltige Überproduktion in den Industrieländern
ist das Ergebnis dieses nur auf sich selbst und das eigene Wohl
bezogenen Denkens und führt weltweit zu Raubbau an der Natur
und Vergeudung menschlicher Arbeitskraft. Die Krisen sind die logische
Folge unserer Wirtschaftweise. Diese bedroht die ganze Erde als
Lebensraum der Menschheit.
Solange aber die Menschen und deren Familien abhängig sind von
dem wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg der Unternehmen,
trägt diese Wirtschaft ihren Verdrängungswettbewerb
in die sozialen Verhältnisse der Menschen hinein:
Des Bürgers Existenzgrundlage ist so einer ständigen
Bedrohung ausgesetzt den Arbeitsplatz zu verlieren. Dieses
führt ihn in Unsicherheit, Unfreiheit und Ungerechtigkeit.
Was wir aber benötigen für eine gesunde Gesellschaft
ist eine gesicherte finanzielle Grundlage für alle. Erst auf
dieser Basis können Menschen ihr Leben selbständig
und eigenverantwortlich gestalten. Nur wenn auf die Kraft der
Individualität gesetzt wird
und alle Systeme, Organisationen, Parteien usw. umdenken, werden wir
der Entwicklung des Menschen gerecht.
„Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich
satt gegessen hat, aber er muß warm wohnen und satt zu essen
haben, wenn sich die bessere Natur in ihm regen soll“, so
Friedrich von Schiller.
Die gegenteilige Wirkung haben wir, wenn der Mensch sich in seiner
Existenz bedroht fühlt, dann wird er nach Goethes Faust
„tierischer als ein Tier".
Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen:
Haben wir die Freiheit ein Arbeitsangebot anzunehmen, aber auch
abzulehnen, - ohne unsere Existenzgrundlage zu verlieren. (Es gibt
genügend Arbeitsangebote, die z.B. mehr z.B. mehr
Schädigung als zum Wohle von Menschen beitragen und eigentlich
abgeschafft gehören!).
Wir haben die Freiheit zu arbeiten, was wir gerne tun und was uns
interessiert.
Mit dieser neuen Freiheit und der Sicherheit eines bGE im
Rücken (von der Geburt bis zum Tod) können wir uns
ganz anders in die Gemeinschaft einbringen.
Es wird Familienarbeit (mit Kindern), Pflege von Angehörigen,
auch Nachbarschaftshilfe ermöglicht. Auch Bereiche wie die
vielen Künste, Religion, Handarbeit, die Pflege von
Gärten, Obstbäumen, Wäldern und
Landschaften, wie Ehrenämter insgesamt, werden wieder
möglich, die heute aussterben, weil sie kein Einkommen bringen
- für eine menschliche Kultur aber unerlässlich sind!
Können wir Menschen aber Hineinwachsen in neue
Freiräume, so entsteht Bewegung und damit treten wir in einen
dynamischen Prozess ein, der uns in die Zukunft führt.
Mit einem bGE könnten wir uns umgehend von den Vergehen gegen
das Grundgesetz Artikel 12 befreien:
(1) AIle Deutschen haben das Recht Beruf, Arbeitsplatz und
Ausbildungsstätte frei zu wählen.
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten
Freiheitsentziehung zulässig.
Wenn dem Bürger die Wahl des Arbeitsplatzes, sowie alle
Entscheidungen die seine Biographie betreffen, nur mit Bevormundung
durch den Staat zugestanden werden, wird der
Unmut und Widerstand gegen diesen Staat weiter wachsen.
Mit Klagen allein über die gegenwärtigen
Verhältnisse ist allerdings nichts gewonnen, was wir brauchen
sind Menschen, die es sich zur Aufgabe machen, diese
Verhältnisse zu verändern, indem sie kraftvoll
mitwirken an der Antwort auf die Frage:
„In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“
Der Text als PDF "In welcher Gesellschaft
wollen wir leben?"
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